Abschluss der Sanierung

Mit der Zwölften Verordnung zur Änderung von Verordnungen über die förmliche Festlegung von Sanierungsgebieten vom 12.4.2011 wurde die Sanierung gemäß § 162 Baugesetzbuch (BauGB) abgeschlossen. Die Verordnung wurde am 27.4.2011 im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin veröffentlicht und ist am 28.4.2011 in Kraft getreten.

Für Eigentümer sind damit die in § 144 BauGB festgelegten Genehmigungspflichten entfallen, aber auch die Steuervergünstigungen für Sanierungsmaßnahmen an  Gebäuden (§ 7 h Einkommensteuergesetz). Die in den Grundbüchern eingetragenen Sanierungsvermerke werden gelöscht.

Nicht alle Sanierungsmaßnahmen des Landes Berlin sind bisher abgeschlossen. Die in Bau befindlichen Maßnahmen werden auch nach dem formalen Abschluss der Sanierung fortgeführt. In Planung ist neben kleineren Maßnahmen vor allem noch die Umgestaltung der Warschauer Straße, die Sanierung des Straßenraumes der Marchlewskistraße und die Neugestaltung des Helsingforser Platzes als Teil der Sanierungsmaßnahme.

Nach Abschluss der Sanierung werden die Grundstückseigentümer innerhalb der 3 nachfolgenden Kalenderjahre zur Zahlung eines Ausgleichsbetrages herangezogen. Mit dem Ausgleichsbetrag wird die Bodenwerterhöhung abgeschöpft, die durch die Sanierungsmaßnahmen entstanden ist (§ 154 BauGB).

Downloads:

      Rechtsverordnung
      Abgeordnetenhausvorlage
     

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Weitere Informationen zu Sanierungsthemen finden Sie auch hier:

www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/stadterneuerung
www.sanierung-friedrichshain.de
www.sanierung-berlin.de

Das ehemalige Sanierungsgebiet

Das Gebiet Warschauer Straße liegt zwischen der Frankfurter Allee und dem ehemaligen Güterbahngelände der Ostbahn beidseits der Warschauer Straße. Das innerstädtische Gründerzeitquartier entstand um 1900 am damaligen Berliner Stadtrand nördlich der Akzisemauer (ehemalige Zollmauer).

Durchschnitten von der verkehrsreichen Warschauer Straße ist das 1994 als Sanierungsgebiet festgelegte Quartier auch heute noch durch eine Mischung von Wohnen und Gewerbe charakterisiert. Gewerbehofkomplexe sind in die Baublöcke eingestreut, während sich Wohngebäude an den Blockrändern konzentrieren.

Seit Jahren unterliegt das Gebiet einem starken strukturellen Wandel. Ursachen sind neben den Sanierungsaktivitäten die städtebaulichen Entwicklungen im nördlichen Spreeraum und auch die Entwicklung der Simon-Dach-Straße als „Kneipenmeile“ innerhalb des „Szenebezirks“. Auf Grund dieser Entwicklungen sowie der verkehrsgünstigen Lage hat das Gebiet im Zuge der vorangeschrittenen baulichen Sanierung auch erhebliche Potentiale für Touristen/Berlinbesucher entwickelt. Dies schlägt sich durch ein spürbares Ansteigen der Bettenkapazitäten von Hotels und Hostels im Gebiet nieder. Seit der Jahrtausendwende erfolgte auch eine verstärkte Umwandlung von Gewerbegebäuden zu sogenannten Wohnlofts, was einen Trend zu gehobenen Wohnansprüchen im Gebiet und eine voranschreitende soziale Durchmischung des Gebietes durch Zuzüge aufzeigt.

Daten (Stand 31.12.2007):
Fläche:  38 ha
Grundstücke: 257
Wohnungen:  5.471
Einwohner:  8.599